Activism

peoples_park_01Aufgrund der Expansion des Campus kaufte die UC Berkeley in den 1950er Jahren ein Stück Land und liess die existierenden Gebäude 1968 abbrechen. Der unansehnliche Landfleck wurde nun als „wilder“ Parkplatz genutzt. AktivistInnen reklamierten das Land für die Öffentlichkeit. Das wiederum stach der Uni-Leitung in die Nase und sie liess das Grundstück einzäunen. Wie so oft war dies der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Der Präsident der Studierendenvereinigung ASUC – Dan Siegel –  rief dazu auf, zum „Park“ zu gehen und diesen zu besetzen. Die Polizei griff ein und lieferte sich eine Schlacht mit den Demonstrierenden. Ein nichtbeteiligter Zuschauer wurde erschossen und über 100 Personen verletzt. Um der Sache Herr zu werden rief der damalige governor Ronald Reagan die National Gard zu Hilfe und verhängte ein Ausgehverbot.

Die Demonstrationen blieben jedoch nicht aus und auch der Versuch, zwischen „counterculture and establishment“ zu vermitteln, scheiterte. Die ganze Angelegenheit kulminierte in einem riesigen Memorial Day March, der mindestens 25’000 Leute anzog. Eine Lösung für den Park wurde nicht gefunden und so wurde er von den AktivistInnen kurzerhand übernommen und als People’s Park bezeichnet.

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Der People’s Park ist bis heute ein sore spot. Er dient vielen homeless people als Nacht- und Tagquartier, zum Ärger der AnwohnerInnen und der City of Berkeley.