On Campus 14

book_buybackDas Studienjahr neigt sich seinem Ende zu. Unübersehbare Vorboten sind die Rücknahmeangebote von Studienbüchern,

student_storeund die Werbung in den Student Stores for your graduation: cap, gown, sash, class ring, announcement cards etc.

Für die announcement cards braucht es natürlich Fotos. Und so sind überall auf dem Campus junge Frauen mit high heels (in den Händen bis zum Foto) und junge Männer (fresh hair cut and tie) zu sehen.
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Wir nehmen am commencement der graduate school of education teil. Zuerst betreten die ProfessorInnen langsamen Schrittes und erhobenen Hauptes mit gowns in den Farben der Universität, an der sie abgeschlossen haben, das Zellerbach Auditorium. Ihnen folgen die „soon to be PhDs“ und die master students.

Nach einer kurzen Ansprache der Dean Judith Warren Little halten zwei PhD-Studierende sehr beeindruckende Reden. Beide mit einem Latino-Hintergrund schildern sie, welche Bedeutung es für sie hat, an der UC Berkeley zu doktorieren. Einige Augen werden feucht – auch bei den ProfessorInnen – ob der obstacles, die die beiden Studierenden zu überwinden hatten (vgl. dazu Blog on campus 9).

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Die Zeremonie läuft dann so ab, dass die Studentin, der Student per Name aufgerufen wird, nach vorne kommt, von der oder den ProfessorInnen die hood übergestülpt wird, es folgt ein hug und dann die Übergabe des Diploma  mit der Handschlag mit der dean. Nachdem alle students ihre diploma erhalten haben, gibt die dean ihre keynote. Anschliessend verlassen die ProfessorInnen und die PhDs die Bühne und schreiten zum Apéritif.

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Damit geht auch für mich das Semester zu Ende. Ich schaue auf eine Vielzahl von Eindrücken, neuen Erkenntnissen, Fragezeichen, Kontakten zu professors and students zurück. Eine belebende, eine nachdenklich stimmende und gleichzeitig beeindruckende Zeit.

 

On Campus 13

bicycle_rackEine der allerersten Warnungen, die ich erhielt, mein bicycle ist so gut wie gestohlen, wenn ich es auf dem Campus abstelle. Die zweite Botschaft, du musst es unbedingt „sicher“ abschliessen. Für ProfessorInnen, Dozierende und Assistierende, die ein Büro besitzen, ist es klar, dass der sicherste Ort für das bicycle das Büro ist.
Da ich kein Büro besitze – habe auf ein 5er Büro ohne Fenster verzichtet – erstand ich ein extra sicheres lock. Zudem sind alle abnehmbaren Komponenten wie Räder und Sattel beim Stromer so montiert, dass es Spezialwerkzeuge braucht.
Aber auch die anderen bicyclists ohne Büro lassen sich nicht so schnell entmutigen. Da gibt es digitale gadgets oder auch handfeste Strategien, um die bicycles an den dafür vorgesehenen racks abzuschliessen.

fixie_01Lazy – nur Hinterrad und Rahmen gesichert

fixie_02Better – Vorderrad und Hinterrad inklusive Rahmen gesichert

fixie_03Even Better – Vorderrad, Hinterrad und Sattel gesichert.

By the way – unsere Stromer wurden nicht gestohlen. Wir haben die schnellen Fahrten von Elmwood zum Campus und darüber hinaus sehr genossen.

On Campus 12

mofittSelbstverständlich hat jedes department seine library. Aber es gibt auch „übergeordnete“ libraries wie z.B. die James K. Mofitt Library and the Doe Library. Speziell an diesen beiden libraries ist, dass sie durch einen Gang miteinander verbunden sind.

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Doe Library
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Main Stacks Exterior
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Main Stacks Interior

So können students, alumni und weitere interessierte Personen ihre Bücher direkt in den „Main Stacks“ on levels A to D beziehen. Speziell für SeniorInnen scheint es ein Paradies zu sein, denn sie sind in grosser Anzahl in den Lesesälen vertreten und gehen ihren „Projekten“ nach.

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Den Service bieten eine Vielzahl von BibliothekarInnen. Sie sind stets freundlich und sehr hilfsbereit, sei es beim Recherchieren, Auffinden von Büchern oder digitalen Problemen. Bei der Ausleihe finden sich Zitate von students, die den BibliothekarInnen danken, dass sie ihre papers knapp bis sehr, sehr knapp vor Einreichefrist abgeben konnten.

On Campus 11

logo_ucbFreitag Nachmittag findet die Veranstaltung research group statt. Zu Beginn des Semesters wurde mit den Studierenden festgelegt, wer, was, wann präsentiert. Mindestens eine Stunde der dreistündigen Veranstaltung wird nicht verplant, damit die Studierenden ad hoc ihre laufenden Arbeiten diskutieren können. Mehrere doctoral students haben die offene Zeit als „mock“ genutzt. Dahinter steckt folgendes. Die PhD-Studierenden schreiben ein erstes paper, das ausgehend von den Arbeitsfragestellungen die theoretischen Grundlagen für ihre Dissertation enthält. Es ist mehr als ein Konzept, weil die students bereits viel Literatur auf- und bearbeitet haben. Dieses paper geht dann an die Doktormutter oder den Doktorvater und die ZweitgutachterIn. Nach der Abgabe wird ein Termin festgelegt, an dem die oder der student die Fragestellungen und die theoretischen Grundlagen in einem mündlichen Gespräch zu erläutern hat. Genau dieses Gespräch wird in der research group geübt, indem the other students das paper erhalten und sich Fragen dazu überlegen. Die PhD-KandidatIn versucht diese zu beantworten und erhält eine Rückmeldung der research group, wo sie noch unsicher wirkte, wie sie die Frage(n) besser beantworten könnte oder welche Literatur ihr noch dienlich wäre.

Weshalb dieser Aufwand? Erst wenn die PhD-KandidatInnen diese Hürde geschafft haben, werden sie als DoktorandInnen akzeptiert. Das nächste Gespräch erfolgt dann zum Untersuchungsdesign und ein Drittes zur Ergebnispräsentation und -diskussion. Auf Grund dieses Vorgehens müssen die Doktorierenden der Graduate School of Education ihre fertig gestellte Dissertation nicht mehr verteidigen. See, there are different ways and traditions to do it.

On Campus 10

Das Semester neigt sich seinem Ende zu. Wer während dem Semester ein lockeres Leben geführt hat – die Leselisten der Veranstaltungen, die ich besucht habe, sind sehr, sehr lang – muss nicht mehr langsam, sondern schnell ans Lernen für die finals denken. Kein Wunder sind überall Studierende zu sehen, die sich über ihren laptop beugen ;-)) Da der ganze Campus mit AirBears WiFi ausgestattet ist, kann sich jede Studentin und jeder Student den optimalen Platz auswählen.

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CalPerformance

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alvinailey.org

CalPerformances – eine weitere Institution der UC Berkeley – hat ein attraktives Programm. Wir hatten das Glück, Tickets für das Alvin Ailey American Dance Theater zu ergattern. Gegründet wurde das American Dance Theater von Alvin Ailey, einem african american aus Rogers, Texas. Seine Erfahrungen als african american hat er in verschiedenen Choreografien umgesetzt, was dann zur Gründung der eigenen Company führte. Sein Ziel war es, „to carry out his vision of a company dedicated to enriching the American modern dance heritage and preserving the uniqueness of the African-American cultural experience.“ (see Website of American Dance Theater)

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Zellerbach Auditorium

Die Vorführung fand im Zellerbach Auditorium auf dem Campus statt. Der Name weist bereits darauf hin, dass das ganze Gebäude zu Ehren des Ehepaars Isadore and Jennie Zellerbach benannt wurde. Grund dafür ist ihre Spende von $ 1 million, damit das multifunktionale Gebäude fertig gestellt und 1968 eingeweiht werden konnte.

On Campus 9

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Daily Californian, April 24, 2015

Auch die UC Berkeley hat damit zu kämpfen, dass sich black students benachteiligt fühlen. In Umfragen zeigte sich, dass sich die Gruppe der african american students „feel the least respected of any group on campus“. Die Black Student Union (BSU) verfasste ein paper, das 10 Anforderungen enthielt, um die Bedingungen für african american students zu verbessern. Weil die Universitäts-Leitung nicht darauf einging, demonstrierten sie am CalDay auf der Mario Savio Treppe und blockierten für zwei Stunden das Sather Gate (ausführlicher Artikel). Im „The Daily Californian“ – einer unabhängigen und von Studierenden produzierten Zeitung – nahm die BSU wie folgt Stellung:

„We shut down the gate to draw attention to our demands and highlight our struggles on campus in the larger context of the Black Lives Matter movement and struggle for Black humanity in America.“

Dass die Diskriminierung nicht nur ein Problem der UC Berkeley ist, zeigt auch die Bewegung „I, Too, am Harvard“. Students of color haben Aussprüche gesammelt, mit denen sie sich täglich konfrontiert sehen. Solche Bemerkungen werden als  „microaggressions“ bezeichnet.

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Weitere Beiträge dieser Foto-Kampagne sind auf der Website „itooamharvard“ zu finden.

 

 

On Campus 8

diversity

1991 wurde festgelegt, dass alle Studierenden der UC Berkeley eine sogenannte „american culture class (ac)“ während ihrer undergraduate studies zu besuchen und zu bestehen haben. Ziel dieser Auflage ist es, die Studierenden „to introduce to the diverse cultures of the United States“. In über 40 departments werden solche classes angeboten. ProfessorInnen und lecturers können ihre classes auf ac-approved beantragen. Die classes müssen den folgenden Kriterien genügen:

„The courses that satisfy this requirement must be integrative and comparative and address theoretical and analytical issues relevant to understanding race, culture, and ethnicity in American history and society.  Each course will take substantial account of groups drawn from at least three of the following: African Americans, indigenous peoples of the United States, Asian Americans, Chicano/Latinos, and European Americans. “ (ac-requirement)

Beispiele von classes, die diesen Kriterien entsprechen:

  • American Studies, Civil Rights and Social Movements in U.S. History
  • Asian American Studies, Islamophobia and Constructing Otherness
  • Chicano Studies
  • City and Regional Planning, the Urban Community
  • Demography, the American Immigrant Experience
  • Engineering, the Environment, and Society
  • Environmental Justice, Race, Class, Equity, and the Environment
  • Experiencing Education, Diversity and (In)Equality in and beyond Schools
  • Geography, California
  • Legal Studies, Immigration and Citizenship
  • Music in American Culture
  • Cultural Psychology
  • Public Health, Introduction to Community Health and Human Development
  • Social Welfare
  • Sociology of Education
  • Theater, Dance, and Performance, the Drama of American Cultures

Dass diese Initiative nicht von ungefähr kommt, wird der nächste Blog „On Campus“ zeigen.

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Der Women’s Faculty Club lud zu einer Campus Tour ein, in deren Zentrum die Architektur von John Galen Howard stand. Anlass für diese Tour war der 90. Geburtstag des Women’s Faculty Club Building, das von John Galen Howard entworfen und gebaut wurde.
Die Studierenden eines Art History Seminar von Prof. Margaretta M. Lovell hatten die Aufgabe, der Geschichte bestimmter Gebäude auf dem Campus nachzugehen. Sozusagen als ihr final galt es, die Campus Tour zu gestalten. Nach einer kurzen Präsentation konnten die Teilnehmenden sich für eine von vier Touren entscheiden.
Wir folgten der Gruppe „North East“ und besuchten die folgenden Gebäude von John Galen Howard:

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Naval Architecture Building, 1914
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Hesse Hall, 1924
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Hearst Memorial Mining Building, 1907
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North Gate Hall, 1906 with later additions
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Haviland Hall, 1924

Die meisten Gebäude von John Galen Howard entstanden zwischen 1902 und 1925. Die dargestellten Gebäude sind zwar prominent auf dem Campus. Sie werden jedoch durch zwei ikonische buildings von John Galen Howard übertrumpft:

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Campanile (1914) and Doe Memorial Library (1911)
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Campanile (also Sather Tower) and Sather Gate (1910)

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Oski

The California Golden Bears ist der Spitzname für die Sportlerinnen und Sportler der UC Berkeley. Sie messen sich in Sportarten wie z.B. Baseball, Basketball, Cross Country, Field Hockey, Football, Golf, Gymnastics, Lacrosse, Rugby, Soccer, Softball, Swimming, Tennis, Volleyball, Waterpolo. Für jede dieser Sportarten stehen Anlagen und Stadien zur Verfügung.

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California Memorial Stadium

Mit der PAC-12 Conference (der Pacific-12 Conference), in der sich 12 Universitäten zusammen geschlossen haben (Stanford University, UC Berkeley & Los Angeles, Universities of Southern California, Washington, Oregon, Arizona, Colorado, Utah sowie die Washington, Oregon & Arizona State Universities, steht den SportlerInnen eine regionale Liga zur Verfügung. Seit 2013 verfügt die PAC-12 sogar über einen eigenen TV-Channel (PAC-12 Network), der sämtliche Sport-Events life überträgt.

go_bearsIch besuchte ein Softball-Spiel zwischen UC Berkeley und Stanford University. Es hatte zwar nicht viele ZuschauerInnen, aber die Anwesenden feuerten auf heimischem Terrain ihre bears an – go bears go! Trotz allem unterlagen die bears den Erzrivalinnen der Stanford University, den cardinals. Der Kommentar on calbears:

„Deja Vu as Bears Walk-Off Against Stanford for the Second Day in a Row“

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